Dr. Bekheet Der Tierarzt und die Menschen   Deutsch    Francais   English   Arabisch
 
 
Geschichten von    Dr. Bekheet
Die Hexe und der Elefant
Widmung
Vorwort
Hexenfest
Jahresversammlung
Die perfekte Hexe
Begegnung
Der Auszug des Elefanten
Rache
Überraschung
Schicksalsschlag
Hexenglück
Hexenhoffnung
Des Elefanten Leid
Verlierer
Zwei Jahre später
In der Hexenwohnung
Die Seele von Mutter Hexe
Die Begegnung mit dem Teufel
Der Stolz von Mutter Hexe
Das Geschenk des Teufels
Die schöne Königin
Der Ruf der Hexe nach dem Teufel
Der Plan der Hexe
Die Freunde des Elefanten
Gott und der Elefant
Schlußgedanken des Elefanten
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Der kleine Tierarzt
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Dr. Bekheet

 

Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht mit orientalischem Büfett

Samstag, 28.05.2016

 

 

 Die Hexe und der Elefant

Der Tierarzt und die Menschen

 

ISBN: 3-9808914-0-2

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Rache

Der Teufel spricht zur Hexe mit ärgerlicher Stimme: „Ist der Elefant etwa bei dir ausgezogen!“

„Ja, Herr! Aber bitte, habe mit mir Geduld. Denn ich habe einen unfehlbaren Plan: Du weißt doch von meinen guten Beziehungen zu seinem Arbeitgeber! Der ist doch in meiner Hand! Du kennst doch meine unschlagbare Waffe, meine Weiblichkeit?! Ich habe sie schon längst eingesetzt. Ich habe ihm gegeben, wonach ihn dauernd dürstet. Es ist das, was er von seiner Frau nicht haben kann! Ich kenne seinen Geruch und seinen Körper.

Manchmal weiß ich nicht ob ich meinen Kopf auf seine Arme oder Beine lege.“

„Und was hat es dir gebracht?“

„Sein Arbeitgeber hat ihm den Verdienst geschmälert.

Nun darf er nur noch wenige Stunden arbeiten und bekommt wenig Geld. Und es reicht ihm nicht mehr für seine Kinder. Er kann ihnen die Wohnung nicht mehr bezahlen.

Und bei mir ist soviel Platz. Er muss ja wieder zu mir zurück kommen. Du weißt doch von den Menschengesetzen:

Der Vater muss für jedes Kind ein Zimmer zur Verfügung stellen, und sie müssen dreimal am Tag Essen haben. Das schafft der Vater jetzt nicht mehr und ich bekomme die Kinder zurück. Das hilft mir. Es sind die Vorschriften! Und wenn die Kinder wieder bei mir sind, kommt der Elefant auch zurück. Er ist wie verrückt mit seinen Kindern.

Das ist der erste Teil von meinem Plan. Und dann werde ich noch folgendes machen: Ich werde jeden Kontakt von ihm zu anderen zerstören. Und ich werde daran arbeiten, seine Kinder gegen ihn aufzubringen!“

Das Leben war für den Elefanten sehr schwer geworden.

Doch es gelang ihm eine ganz kleine billige Wohnung zu finden, die für sie drei reichte. Und er suchte das billigste Essen. Und sie hatten weiter alte und verschlissene Kleidung.

Einmal brauchte das Mädchen eine neue Hose. Die alte war zerlöchert und das Mädchen war weinend von der Schule heimgekommen. Man hatte es ausgelacht. “Warum kaufst du mir keine neue Hose? Warum habe ich keinen reichen Vater“ Diese Worte waren wie Messer in seinem Herzen. Das Mädchen konnte vor Kummer keinen Bissen mehr essen.

In seiner Not dachte sich der Elefant eine Geschichte aus:

Ein Vater hat zwei Kinder. Die Tochter möchte reiten:

„Bitte, Papa, kaufe mir ein Pferd!“ „Ja, gut, wir gehen zum Pferdemarkt und kaufen eins für dich.“ Sie suchten lange, bis sie ein billiges Pferd fanden. Es sollte tausend DM kosten. Vater sprach: „Kinder, das Pferd ist zu teuer, wir können es nicht kaufen. Lasst uns heimgehen.“

Im nächsten Jahr ging der Vater mit seinen Kindern noch einmal zum Pferdemarkt. Sie suchten wieder und fanden endlich das billigste Tier. Es kostete viertausend DM. Vater sprach: „Oh, wie billig! Das wollen wir kaufen!“

Und sie kauften es. Die Kinder staunten. Sie wunderten sich. Was war mit dem Vater? Der konnte wohl nicht rechnen! Im letzten Jahr waren tausend DM zu teuer und nun waren viertausend DM billig! „Bitte, Vater, erkläre uns das!“ Vater sagte: „Letztes Jahr hatten wir nur achthundert DM. Darum war das Pferd für uns zu teuer. In diesem Jahr haben wir zehntausend DM.

Jetzt ist dieses Pferd für uns billig.“ Das Mädchen dachte nach. Und nun lachte sie auch und begann zu essen.

Voller Liebe sah sie später ihren Vater an, sie schmiegte sich an ihn und sagte: „Papa, ich werde mit der Hose noch warten.“ Und einige Zeit später bekam sie sogar zwei neue und besonders schöne Hosen.

Die Tage und Wochen vergingen. Doch sie waren und blieben frei von der Hexe. Der Elefant sorgte liebevoll für seine Kinder. Es war ein hartes Leben, aber der Elefant war glücklich mit seinen Kindern.

Die Hexe lauerte und wartete. Und jeden Tag glaubte sie, nun würde der Elefant voller Verzweiflung seine Kinder zu ihr zurückbringen.

Auch seine Kontakte hatte sie fast ganz zerstört.

Und dann erfuhr sie voller Entsetzen, dass der Elefant eine neue Frau gefunden hatte. Das war Gerti. Und die Hexe wurde fast wahnsinnig. Was konnte sie nun machen?

Diese Frau musste weg!

Und sie versuchte sie umzubringen. Doch der Hass in ihr war so übermächtig, dass ihre Augen nicht mehr richtig sehen konnten und ihre Hände nicht gut genug arbeiteten.

Gerti konnte ihr entkommen.

Der Elefant war nun von großer Sorge erfüllt und beschloss gemeinsam besonders wachsam zu sein und sich vor der Hexe zu hüten.

 

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