Dr. Bekheet Der Tierarzt und die Menschen   Deutsch    Francais   English   Arabisch
 
 
Geschichten von    Dr. Bekheet
Die Hexe und der Elefant
Widmung
Vorwort
Hexenfest
Jahresversammlung
Die perfekte Hexe
Begegnung
Der Auszug des Elefanten
Rache
Überraschung
Schicksalsschlag
Hexenglück
Hexenhoffnung
Des Elefanten Leid
Verlierer
Zwei Jahre später
In der Hexenwohnung
Die Seele von Mutter Hexe
Die Begegnung mit dem Teufel
Der Stolz von Mutter Hexe
Das Geschenk des Teufels
Die schöne Königin
Der Ruf der Hexe nach dem Teufel
Der Plan der Hexe
Die Freunde des Elefanten
Gott und der Elefant
Schlußgedanken des Elefanten
Presse
Der kleine Tierarzt
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Dr. Bekheet

 

Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht mit orientalischem Büfett

Samstag, 28.05.2016

 

 

 Die Hexe und der Elefant

Der Tierarzt und die Menschen

 

ISBN: 3-9808914-0-2

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Zwei Jahre später

Der Ältestenrat


Die Versammlungsmitglieder sind misstrauisch, unruhig und unsicher wegen alledem, was sie von dem Elefanten über die Hexe gehört haben.

Die Versammlungsältesten, Bruder Hally, Bruder Frass und Bruder Gony, sind ratlos. Sie wissen nicht wie sie die Mitglieder wieder beruhigen können, um die Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. Deshalb haben sie sich heute getroffen, um mögliche Lösungen zu diskutieren.

Bruder Hally, der feinsinnige und romantische Mann, hatte sich der Versammlung angeschlossen, nachdem er enttäuscht der katholischen Kirche den Rücken zugewandt hatte, weil er im Krieg , als er hungernd umherzog dort keine Linderung seiner Not erfahren hatte.
Seine Aufgabe innerhalb der Versammlung war die Einführung neuer Mitglieder. Er kennt den Elefant seit langem, und er weiß, dass der Elefant niemals lügt.
Soviel zu Bruder Hally. Bruder Hally ist mit einer netten Frau verheiratet. Leider erfüllte sich ihre Hoffnung auf Kinder nicht. Nun akzeptieren sie ihr Schicksal, Sie betrachten und behandeln die Kinder der anderen Versammlungsmitglieder wie eigene.
Bruder Frass ist groß und stark mit einem vollem runden Gesicht. Seinen Spitznamen "Friedhofsgärtner" erhielt er aufgrund seiner Position in der Versammlung. Er ist gefühllos, machtgierig und liebt es, Andere auf sadistische Weise zu unterdrücken. Ihm unterliegt die totale Überwachung der Versammlungsmitglieder und das äußere Erscheinungsbild der Versammlung.
Bruder Frass ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er behandelt seine Familie genauso unpersönlich und herzlos, wie die Versammlungsmitglieder. Mehr noch - seine Kinder schlägt er sogar.

Das Schicksal erscheint ungerecht. Manche liebevollen Menschen, die Kinder gern haben, bleiben kinderlos und manche Hartherzigen bekommen Kinder.

Bruder Gony mit Spitznamen "Der Bauer", ist das längste Versammlungsmitglied. Mit seiner netten, symphatischen Ausstrahlung opfert er viel Zeit und Geld im Glauben, dem lieben Gott zu dienen. Er ist ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern.
Seine Ehefrau ist sehr krank und sie haben keine eigenen Kinder. Alle seine kraft und Zeit investiert er in die Versammlung.


Er kennt die Hexe seit geraumer Zeit und ginge es nach ihm, hätte er sie schon längst ausgeschlossenen. Aber er kann sich nicht durchsetzen gegenüber Bruder Frass, für den die Hexe zur Überwachung der Mitglieder unverzichtbar ist.
Bruder Gony : "Sie passt nicht zu uns. Wir müssen sie ausschließen."
Bruder Frass unterbricht: " Lass dieses dumme Gerede. Wir müssen praktisch denken."
Bruder Gony : " Was!!! Praktisch denken? Wir betrügen die Leute. Wir erzählen nur das Gute aber tun das Gegenteil. Wir verhalten uns wie eine Neue Generation von Pharisäern. Wir müssen die Hexe von unserer Versammlung ausschließen."
Bruder Frass ironisch lachend: " Das geht überhaupt nicht. Sie weiß zu viel über unsere Missstände. Außerdem hat sie viel für das Ansehen unserer Versammlung getan, gute Beziehungen zu einflussreichen Männern hergestellt und uns viel Geld gespendet.
Bruder Gony fragt ironisch: Was sind das für Beziehungen .... Und woher kommt das Geld.... Das meiste ist geklaut. Aber in der Bibel steht: Du sollst nicht stehlen!
Bruder Frass : Das ist mir egal. Hauptsache es nutzt der Versammlung. (ein brutaler Blick zu G., scharfer Tonfall und mit dem Finger auf G: deutend ) Weißt du was mein Bruder? Du machst einen großen Fehler. Du denkst zuviel, das ist nicht gut in unserer Versammlung.
Bruder Gony: Aber es steht geschrieben in der Heiligen Schrift. Du sollst denken. ( Apostel Paulus; 1. Brief an die Römer Kapitel 12,Verse 1-3)
Bruder Frass nicht darauf eingehend fährt fort: Unsere Versammlung braucht einflussreiche Freunde von der presse, bei der Polizei in der Politik und das geht nur über die Hexe.
Bruder Gony: "Das heißt, wir machen Politik?"
Bruder Frass: "Ja, indirekt schon."
Bruder Gony: "Jesus Christus hat keine Politik gemacht. Nur sein Leben geopfert für die Liebe und Gerechtigkeit."
Bruder Frass: "Dieses Märchen erzählen wir in der Versammlung . Aber tatsächlich können wir nicht existieren ohne Politik. Wir sind eine Religionsvereinigung aber keine Glaubensgemeinschaft. Und der Unterschied dazwischen ist wie Himmel und Erde.
Wir sind ein Verein wie ein Fußballverein. Diese spielen zusammen in der Bundesliga aber doch gegeneinander. Jeder Verein kämpft für viele Zuschauer. Denn mit vielen Zuschauern kommt viel Geld und mit viel Geld kommt viel Macht. Geld ist die Macht.
Wir spielen in der Religionsliga. Wir sind noch ganz unten, aber wir wollen die Klasse halten und zur Spitze kommen. Das ist unser Ziel und dafür ist jedes Mittel recht."


Bruder Gony ironisch: "Wir sind wie eine Frau mit doppeltem Gesicht, eines vorne und eines hinten. Ihr Vordergesicht ist sehr hübsch. Ihr Mund ist sehr lieblich und klein. Ihre Lippen sind rosig und voll. Ihre Zunge spricht nur süße, wohl tönende Worte.
Ihr hinteres Gesicht, welches ihr wahres Wesen zeigt, ist hässlich mit fauligen Zähnen und Mundgeruch. Sie erzählt vom lieben Gott und meint den Teufel. Ihr Werk ist sehr schlecht. Es bringt Neid, Hass, Krieg und Tod unter die Menschen, und das alles angeblich im Namen Gottes. Sie verwandelt das Leben zur Hölle."
Bruder Frass fragt die beiden anderen mit einschüchterndem Ton: "Was bin ich?"
Bruder Hally: "Du bist der Chef des Geheimdienstes in unserer Versammlung."
Bruder Gony etwas spitz: "Du bist der Friedhofsgärtner!"
Bruder Frass schaut mit scharfem Blick und großen Augen: "Was genau ist meine Aufgabe hier?"
Bruder Hally: " Du musst unsere Versammlung schützen und darauf achten, dass die Missstände innerhalb der Gruppe geheim bleiben und niemand davon erfährt."
Bruder Gony: "Siehst du, ich habe Recht, du bist der Friedhofsgärtner." (Matthäus, Kapitel 23 Verse 26, 27, 28)
Bruder Frass: " Ich habe die Lösung! Wir müssen die Hexe in der Öffentlichkeit als gute Frau darstellen, die ihr Leben der Versammlung und der Liebe opfert. Und verkünden in der Versammlung, dass der Elefant lügt."
Bruder Gony sehr leise: "Der Elefant lügt nicht. Meine Welt bricht zusammen. Wie viele Jahre habe ich geglaubt dem lieben Gott zudienen. Aber ich habe meine Zeit und mein Geld geopfert für nichts.
Laut: Ich habe mein Leben dem Teufel geopfert!"
Bricht bewusstlos zusammen.
Bruder Hally weint.
Bruder Frass zeigt kein Gefühl. Aber wie könnte er. Wer keine Gefühle hat kann auch keine zeigen.


 

 

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