Dr. Bekheet Der Tierarzt und die Menschen   Deutsch    Francais   English   Arabisch
 
 
Geschichten von    Dr. Bekheet
Die Hexe und der Elefant
Widmung
Vorwort
Hexenfest
Jahresversammlung
Die perfekte Hexe
Begegnung
Der Auszug des Elefanten
Rache
Überraschung
Schicksalsschlag
Hexenglück
Hexenhoffnung
Des Elefanten Leid
Verlierer
Zwei Jahre später
In der Hexenwohnung
Die Seele von Mutter Hexe
Die Begegnung mit dem Teufel
Der Stolz von Mutter Hexe
Das Geschenk des Teufels
Die schöne Königin
Der Ruf der Hexe nach dem Teufel
Der Plan der Hexe
Die Freunde des Elefanten
Gott und der Elefant
Schlußgedanken des Elefanten
Presse
Der kleine Tierarzt
Presse
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Dr. Bekheet

 

Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht mit orientalischem Büfett

Samstag, 28.05.2016

 

 

 Die Hexe und der Elefant

Der Tierarzt und die Menschen

 

ISBN: 3-9808914-0-2

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Die Begegnung mit dem Teufel

In diesen schrecklichen Händen gefangen gehalten gerät die Mutter Hexe immer tiefer. Die Hände bringen ihre verdunkelte Seele direkt zum TEUFEL .Er sitzt in einem Hochstuhl. Zu seinen Füßen sitzen Vertreter aller Religionen. Der Teufel ist eine riesige, schwarze Energie, die sich aus Hass und Neid bildet. Die gierigen Hände schleudern die Seele von Mutter Hexe dem Teufel direkt zu Füßen.
Der Teufel fragt sie sehr verärgert : "Warum kommst du verspätet ?
Hast du vergessen, dass du zu MIR gehörst?"

Es bahnt sich ein Gespräch zwischen der Seele von Mutter Hexe und dem Teufel an.
Mutter Hexe: "Nun, mein Herr, ich habe es nicht vergessen, aber..."
Teufel: "Was heißt a b e r ?
Mutter Hexe ist voller Angst und sprachlos.
Teufel: "Erzähl mir, wann du mich das erste Mal in dein Herz geschlossen hast !"
Mutter Hexe: "Ja, mein Herr."
Teufel: "Erzähl doch mal!"
Mutter Hexe: "Während des 2.Weltkrieges herrschte Hunger und Not. Es gab keine Arbeit. Ich hatte zwei kleine Kinder. Meine Tochter war 11 Jahre alt und mein kleiner Sohn 3 Jahre alt. Wir hungerten sehr.
Die Kinder riefen: "Hunger, wir haben Hunger." Ich wusste nicht, was ich tun sollte, damit sie etwas zu essen bekamen. Ich hörte, dass die katholische Kirche an Arme Kartoffeln verteilte. Sofort rannte ich mit den beiden Kindern zur Kirche. Viele Leute standen dort in einer langen Schlange. Wir warteten und warteten. Die Kinder riefen immer wieder: "Mutter, wir haben Hunger, Hunger", und ich konnte nur antworten: "Geduld, habt Geduld. Bald bekommen wir die Kartoffeln. Wir werden sie kochen und alle satt werden." Es dauerte viele Stunden, einen halben Tag, bis wir an der Reihe waren. Schließlich sahen wir die große Halle, die mit Bergen von Kartoffeln voll gefüllt war. An einem Tisch saß der Bischoff und rund herum standen seine Helfer. Ich trat, mit meinen beiden Kindern an den Händen, zum Tisch heran.
Der Bischoff fragte mich: "Bist du katholisch?"
Mir rutschte vor Schreck das Herz bis zu den Füßen.
Ich antwortete: "Nein, mein Herr."
Der Bischoff fragte weiter: "Möchtest du dich der katholischen Kirche anschließen?"
"Wir sind Christen, mein Herr", erwiderte ich leise.
Der Bischoff rief mit erhobener Stimme: "Aber nicht katholisch? Wir verteilen nur an Katholiken! Geht raus."
Ich bat: "Bitte, bitte, gebt mir Kartoffeln, wenigstens ein paar für meine Kinder. Hört ihr, welch` großen Hunger sie haben?"
Der Bischoff gab ein Zeichen und seine Helfer stürzten sich auf uns. Sie zerrten mich mit den Kindern nach draußen. Meine Kinder vergaßen aus lauter Angst ihren Hunger. Ich ließ sie draußen warten und ging zurück zum Bischoff. Ich schaute ihm in seine Augen. Was sah ich da? Sie, mein Herr, sie saßen da als Bischoff verkleidet."
Der Teufel lacht und ruft aus: "Ja, die Trennung von GLAUBEN und RELIGION ist meine Erfindung."
Die Seele von Mutter Hexe bekennt: "Da habe ich Sie zum ersten Mal in meinem Leben gesehen, mein Herr. Mein Herz war voller Leid und Hass. Ich begann, die katholische Kirche zu hassen. Ich übertrug diesen Hass in mir auf die Menschen , die Tiere, auf meine Kinder und sogar auf GOTT selbst.
In unserem Hunger versuchte ich, mit meiner Tochter im Fluß Fische zu fangen - doch vergeblich. Dann begannen wir aus Verzweiflung sogar Gras zu essen. Der Hunger blieb. Er höhlte uns aus.
Seit dieser Zeit verstärkte sich der Hass in meinem Herzen immer mehr . Ich schwor mir, Rache an der katholischen Kirche zu nehmen .Sogar meine Tochter wurde von diesem Gedanken erfasst. Meine ganze Verzweiflung, die Wut und dieser Hass übertrug sich auf sie. Heute ist sie eine Ihrer besten Dienerinnen, mein Herr. Bekomme ich von Ihnen ein Lob, mein Herr. Ich habe meine Tochter in Ihrem Namen großgezogen. Ich habe Lob verdient!"
"Später, später", mein Kind, sagt der Teufel. "Erzähle weiter. Ich habe von deiner Versammlung gehört. Sie schimpft auf die katholische Kirche. Das klingt wie schöne Musik in meinen Ohren. Sofort habe ich mich ihr auch angeschlossen."
"Ja", erwidert Mutter Hexe . "Das habe ich auch gespürt! Sie drangen ganz fest in mein Herz ein. Meine Seele wurde schwarz, kein Licht ist mehr darinnen zu finden.
Großes Schweigen breitet sich aus .





 
 
 

 

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