Dr. Bekheet Der Tierarzt und die Menschen   Deutsch    Francais   English   Arabisch
 
 
Geschichten von    Dr. Bekheet
Die Hexe und der Elefant
Widmung
Vorwort
Hexenfest
Jahresversammlung
Die perfekte Hexe
Begegnung
Der Auszug des Elefanten
Rache
Überraschung
Schicksalsschlag
Hexenglück
Hexenhoffnung
Des Elefanten Leid
Verlierer
Zwei Jahre später
In der Hexenwohnung
Die Seele von Mutter Hexe
Die Begegnung mit dem Teufel
Der Stolz von Mutter Hexe
Das Geschenk des Teufels
Die schöne Königin
Der Ruf der Hexe nach dem Teufel
Der Plan der Hexe
Die Freunde des Elefanten
Gott und der Elefant
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Dr. Bekheet

 

Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht mit orientalischem Büfett

Samstag, 28.05.2016

 

 

 Die Hexe und der Elefant

Der Tierarzt und die Menschen

 

ISBN: 3-9808914-0-2

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Die schöne Königin

Mutter Hexe beginnt, in ihrem neuen Körperkleid herumzuspazieren. Da! Sie sieht plötzlich eine wunderschöne riesige Frauengestalt vor sich. Diese ist sehr hübsch anzusehen, in attraktiver Gestalt mit einem aufreizenden Oberkörper.
Sie trägt lange, schwarze Haare mit einer goldenen Diamantkrone auf dem Kopf. Aus der Krone windet sich ein zischelnder Schlangenkopf nach oben. Ihr Kleid schmücken unendlich viele Diamanten. Um ihren Hals liegt eine schwere Goldkette, die mit wertvollen Rubinen und Saphiren ausgestattet ist. Auch an ihren Händen und Armen trägt sie kostbaren Schmuck. Sie trägt einen reichverzierten großen Goldpokal. Darin befindet sich das Blut von ihren vielen Opfern, an dem sie sich ständig labt. Dieser Pokal leert sich nie.
Erregt richten sich die Augen von Mutter Hexe nach oben auf die faszinierende Königin. Hochaufgerichtet sitzt sie majestätisch, berauscht vom Blut ihrer Opfer, auf einem riesigen, scheußlichen Ungetüm mit sieben Köpfen und sieben Hörnern.
Dieses Ungeheuer steht auf einem goldenen Rondell, das wie ein Dach Häuser bedeckt und sie gleichzeitig verbindet. Die unter dem Dach befindlichen Gebäude sind durchsichtig. In ihnen befinden sich viele Menschen, die wie betäubt durch Opium hin- und herlaufen. Sie tragen gefährliche Waffen.
Mutter Hexe überlegt, was das wohl zu bedeuten hat !
Da trifft sie auf einen alten, abgehetzten ,aber freundlichen Mann.
Sie spricht ihn an: " Herr, können Sie mir Auskunft geben, was diese Gruppen hier in diesen Gebäuden tun?"
Der alte Mann hält inne und antwortet ihr "Sie bereiten einen Krieg vor.
Mutter Hexe: "Und warum?"
Weiser Mann: "Jede Gruppe beharrt darauf, als einzige Recht zu haben. Sie behaupten, ins Paradies einziehen zu können, wenn sie die anderen beseitigen. Sie betrachten sich selbst als die Gläubigen und alle anderen als ungläubig. Es wurde ihnen eingeredet, dass sie erst ins Paradies eintreten können, nachdem sie alle Ungläubigen getötet haben. Das ist jetzt ihr Glaube, von dem sie alle überzeugt sind.
Mutter Hexe: "Wissen diese Gruppen gar nicht, dass sie sich in der Hölle befinden."
Weiser Mann: "Diese große Königin ist das Opium für die ganze Menschheit."

Mit einem Blick nach oben können Mutter Hexe und weiser Mann plötzlich folgendes sehen: Der Teufel sitzt neben der Königin. Er umarmt sie. Sie verschmelzen miteinander und werden eins zur Teufelskönigin.

Mutter Hexe: " Noch eine Frage weiser Mann. Warum sind Sie eigentlich hier.
Weiser Mann (betrübt): "Ich war einst König, einer von den vielen Königen und Präsidenten, die täglich auf ihren Knien dieser Königin zu Füßen fielen, um ihre Segnungen zu erhalten. Wir glaubten sie sei heilig und käme aus dem Licht. Sie hat uns belogen, betrogen, verlassen und uns hinters Licht geführt. Alles haben wir durch sie verloren: unsere Ehre, unsere Autorität, unsere Macht und sogar uns selbst. Aus diesem Grunde sind wir so tief gefallen, deshalb sind wir hier.

Der weise Mann will sich traurig entfernen. Mutter Hexe versucht ihn zurückzuhalten.

Mutter Hexe: "Warten Sie, noch eine Frage. Warum haben Sie an diese Königin geglaubt?"
Weiser Mann, im Weiterlaufen: "Wir waren von unserer Macht besessen und berauscht. Ich erkenne es jetzt. Wir waren dumm - genau wie ihr. Aber leider ist es jetzt zu spät." Tränen laufen über sein Gesicht.
Mutter Hexe: "Bitte warten Sie. Entschuldigung, wie viele Jahre müssen wir hier denn bleiben? "
Weiser Mann, stoisch: "Tausend Jahre!"
Mutter Hexe, entsetzt: "Tausend Jahre in diesem alten Körper? Viel zu lange."
Weiser Mann, weint und weint immer weiter. " Das ist der Preis für unser Tun. Wir haben unseren Mitmenschen viel Leid und Schmerz gebracht."
Mutter Hexe, neugierig: " Und danach, nach diesen tausend Jahren, was geschieht dann mit uns?"
Weiser Mann: "Wir werden vernichtet, aber vorher müssen wir leiden, und das ist fair und gerecht." Seine Tränen fallen auf den Boden. "Wir sind selber Schuld, wir haben das Leben auf der Erde in eine Hölle verwandelt. Unser Schicksal hier ist fair und gerecht."
Mutter Hexe: " Wohin laufen Sie weiser Mann?"
Weiser Mann mit zittrigen Lippen und tränenden Augen: "Ich weiß es nicht:"
Mutter Hexe: "Warten Sie, ich komme mit!"
Weiser Mann: "Nein, mein Elend und mein Leid sind mir genug. Es gibt kein größeres Elend als das unsere. Wir sind einsam, traurig krank und voller Angst.
Wir wissen nicht wohin wir gehen können. Wir haben kein zu Hause, keine Freunde, nur Feinde. Das ist ein furchtbares Leben und das ist die HÖLLE!
Und das ist fair und gerecht."
Weiser Mann entfernt sich endgültig.
Mutter Hexe ist von Einsamkeit und Dunkelheit umgeben. Sie verfällt in Angst und Panik. Sie schreit aus voller Kehle nach dem Teufel.
Mutter Hexe: "Bitte mein Herr wo bist du? Hilf mir! Ich weiß nicht was ich tun soll und wohin ich gehen soll."
Aus den Tiefen der Finsternis ertönt eine knappe Antwort des Teufels.
Teufel: "Du musst kämpfen. Ohne Kampf findest du nichts, keinen Platz und keine Ruhe."
Mutter Hexe, völlig irritiert: "Und mit Kampf?"
Teufel, lacht hysterisch: "Auch mit Kampf wirst du keinen Platz und keine Ruhe finden. Du sollst keine Fragen stellen sondern kämpfen. Das Leben hier unten ist Kampf, ein Kampf um nichts ......"
Der Teufel lacht höhnisch und voller Freude.

 

 

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